Prof. Dr. Sabine Gless

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Was ist Geld? Und warum schützt man es?

Geld «ist jedes allgemein anerkannte Tausch- und Zahlungsmittel» - behauptet der Eintrag in Wikipedia. Und die Ökonomen bestätigen dies mit folgender Definition «money is anything that is generally accepted in payment for goods and services or repayment of debt». Dass der Staat Geld durch Strafrecht schützen muss, erscheint uns auf den ersten Blick selbstverständlich. Auf den zweiten Blick ergeben sich jedoch viele Fragen: Denn von Rechts wegen ist weder klar, ob tatsächlich alles Geld ist, was so funktioniert, noch, wo und wem Schutz gewährt werden soll.

Strafrechtliche Produkthaftung

Die Förderung von Innovationen ist ein wichtiges Politikziel in der Schweiz. Neue Produkte helfen der Wirtschaft und können in vielfältiger Weise den allgemeinen Lebensstandard verbessern. Besonders grosse Hoffnungen sind mit Erfindungen im Bereich der Pharmaprodukte verbunden. Wir erwarten Spitzenforschung für Arznei mit neuen Heilungschancen und wissen gleichzeitig: Es gibt kein Medikament ohne Nebenwirkung. Wenn dann tatsächlich ein neu in den Verkehr gebrachtes Produkt bei Konsumenten zu körperlichen Schäden oder gar zum Tod führt, wird nicht nur der Ruf nach Schadensausgleich, sondern auch der nach der Staatsanwaltschaft laut. Haftet ein Produzent strafrechtlich für ein Produkte- resp. ein Innovationsrisiko? Worauf gründet die Haftung, wenn ein sozial erwünschtes Risiko - wie das Innovationsrisiko - sich in einem Schaden manifestiert? Und wie ist der Haftungsmassstab beim und nach dem Inverkehrbringen neuer Produkte zu bestimmen? Diese Fragen stehen im Zentrum der folgenden Ausführungen.
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