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Datenverknüpfungen – Problematik und rechtlicher Rahmen

Dritter Schweizerischer Datenschutzrechtstag, 22. Januar 2010, Universität Fribourg

Das Institut für Europarecht der Universität Fribourg organisiert zusammen mit dem eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten regelmässig zweisprachige Schweizerische Datenschutzrechtstage. Ziel dieser Tagungen ist die Einblickvermittlung in nationale und europarechtliche Normen sowie die Analyse von Problemen, welche sich bei der Anwendung dieser Regelungen ergeben. Der dritte Datenschutzrechtstag wandte sich dem Thema der Datenverknüpfungen zu. Die Referierenden untersuchten das zwischen Datenverknüpfungen und Datenschutzrecht entstehende Spannungsverhältnis und präsentierten aus unterschiedlichen Blickwinkeln Lösungsansätze. Auffällig war, dass die Vortragenden mit unterschiedlichen Definitionen des Begriffs Datenverknüpfung arbeiteten. Aus den verschiedenen Umschreibungen ergab sich als Charakteristikum von Datenverknüpfungen die Verbindung von mehreren Einzeldaten.

I. Die Sicherheit biometrischer Daten

Der öffentliche Vortrag am Vorabend eröffnete den dritten Schweizerischen Datenschutzrechtstag. Christophe Champod1 referierte über die Sicherheit von biometrischen Daten. Zunächst präsentierte Champod allgemeine Informationen zu Definition und Prozessen der Biometrie. Biometrische Daten sind Verhaltenseigenschaften (zum Beispiel die Stimme oder die Gangart) oder physiologische Merkmale (beispielsweise der Fingerabdruck, das Gesichtsbild oder das Irisbild). Aufgrund der Einzigartigkeit und der Messbarkeit der Kennzeichen, eignen sich diese als Identifikationsmerkmale. Biometrische Verfahren werden in zwei Phasen aufgeteilt. In der ersten Phase werden die Daten erstmals verarbeitet und gespeichert (Enrollment). Die so erfassten Daten ermöglichen in der zweiten Phase die Verifikation (Vergleich 1:1) oder Identifikation (Vergleich 1:n) eines Individuums.

Danach ging der Vortragende auf Besonderheiten des biometrischen Passes ein und kam zum Schluss…

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