From the magazine recht 6/2007 | p. 230-235 The following page is 230

Börsengesetzliche Informationspflicht des Effektenhändlers

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I. Sachverhalt

Der in Deutschland ansässige Kunde X ging am 4. Dezember 1998 eine Konto- und Depotbeziehung mit der Bank Y AG mit Sitz in St. Gallen ein. Im Februar 1999 übertrug er auf diese Bankbeziehung ein Portefeuille im Wert von rund DM 800 000 und einen damit verbundenen Lombardkredit von rund DM 280 000.

Gemäss dem ersten von der Y AG ausgestellten Vermögensausweis vom 3. März 1999 betrug das Bruttovermögen des Kunden DM 1 081 295, das Nettovermögen nach Abzug des Lombardkredites DM 730 021.

Nachdem sich das an der Börse in Aktien angelegte Vermögen zunächst vermehrt hatte, erlitt X im Herbst 2001 massive Verluste. Diese veranlassten die Bank, die im Depot befindlichen Aktien, die ihr aufgrund des Lombardkreditvertrages verpfändet waren, am 21. September 2001 nach erfolgter Kontaktnahme mit dem Kunden zur Deckung des sich noch auf CHF 54 504 belaufenden Lombardkredites zu veräussern. Aus dieser freihändigen Verwertung resultierte ein Restsaldo zu Gunsten des Kunden von…

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