Prof. Dr. Peter Jung

Bibliography

Anwendbarkeit des Wettbewerbsrechts auf gemeinnützige Organisationen

Trotz der begrifflich unterschiedlichen Anknüpfung im Kartell-, Preisüberwachungs- und Lauterkeitsrecht bezieht sich der persönliche Geltungsbereich der wettbewerbsrechtlichen Gesetze letztlich auf ein selbständiges und marktbezogenes wirtschaftliches Verhalten mit Wettbewerbsrelevanz. Es stellt sich damit für gemeinnützige Organisationen die Frage, wann ihr Verhalten ausnahmsweise diese Voraussetzungen erfüllt und dem Wettbewerbsrecht untersteht.

Strukturänderungen ausserhalb des Fusionsgesetzes

Das Fusionsgesetz enthält umfassende Regelungen für Strukturänderungen von Gesellschaften. Daher steht bei einer von diesem Gesetz nicht erfassten Änderung der Gesellschaftsstruktur nicht nur deren Zulässigkeit zur Debatte. Es stellt sich vor allem die Frage nach einer analogen Anwendung der zum Schutz von Minderheitsgesellschaftern, Gläubigern und Arbeitnehmern bestehenden Vorschriften des Fusionsgesetzes. Der Autor untersucht die wichtigsten Fallgestaltungen und plädiert für differenzierte Lösungen.

Entstehung und Untergang von Kapitalgesellschaften

Das Werden und das Vergehen von Kapitalgesellschaften sind im Gesetz nur zum Teil geregelt. Über zahlreiche dogmatische Grundfragen herrscht Uneinigkeit. Hierdurch entstehen Probleme im Zusammenhang mit der Organisations- und Haftungsverfassung der Kapitalgesellschaft in der Gründungsphase einerseits sowie der Vollbeendigung der Kapitalgesellschaft andererseits. Der folgende Beitrag setzt sich mit diesen Fragen vor dem Hintergrund einer möglichen Symmetrie zwischen der Entstehung und dem Untergang von Kapitalgesellschaften auseinander.

Gibt es in der Schweiz ein Handelsrecht?

Unter dem Begriff des Handelsrechts kann man ganz unterschiedliche Dinge verstehen und so fallen auch die Antworten auf die im Titel des Beitrags aufgeworfene Frage ganz unterschiedlich aus. Der Verfasser nutzt diese Mehrdeutigkeit zur Klärung von Fragen nach dem Wesen und der Daseinsberechtigung des Handelsrechts. Dabei kommt er zu dem Schluss, dass auch im Schweizer System des Code unique die materielle Exis-tenz eines Handelsrechts solange nicht bestritten werden kann, als dieses nicht zu einem Unternehmensprivatrecht fortgebildet wird.
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